Mord an der Alster

 

Mord in der Elbmetropole

 

Privatdetektiv David Brügge wurde von seiner Freundin verlassen und auch beruflich sieht es nicht sehr rosig aus. Dann wird bei einem Abendessen sein bester Freund und Dirigent des Hamburger Orchesters ermordet. David beginnt zu ermitteln. Dabei trifft er immer wieder auf die Reporterin Maria, die mehr zu wissen scheint, als sie zunächst zugibt. Zwischen den beiden funkt es und sie beschließen eine Zusammenarbeit. Als sie sich jedoch auf den Maskenball einer verdächtigen Unternehmergruppe einschleichen, werden sie Zeugen eines Angriffs und geraten schließlich selbst ins Visier ...


3 Fragen zu 'Mord an der Alster'

1. Wie kam es zum Titel des Buches?

 

Wenn ich ein Buch schreibe, habe ich selten von Beginn an den Titel vor Augen und so war es auch bei diesem. Ich habe das Buch unter dem Arbeitstitel „Sink!“ geschrieben – wer es gelesen hat, wird wissen, wieso.

 

Der Titel Mord an der Alster ist erst im Laufe des Lektorats entstanden und wirkt zunächst sehr eindeutig. Wer allerdings an der Alster stirbt, wer nicht und was tatsächlich am Ufer geschehen ist, hat viele meiner Testleser trotz des so eindeutigen Titels überrascht.

2. Kann 'Mord an der Alster' unabhängig vom Vorgänger gelesen werden?

 

Die Frage hat mich tatsächlich des öfteren ereilt. Ja, Mord an der Alster kann problemlos gelesen werden, wenn man Teil 1 nicht kennt. Ich würde sogar noch weiter gehen und dazu raten, mit dem zweiten Teil anzufangen. Dann fehlt einem an einigen Stellen zwar das Déjà-vu Erlebnis, wenn man einen bekannten Charakter wiedersieht. Allerdings ist es aber auch ein Erlebnis, erst den zweiten Teil zu lesen und danach den ersten, um sagen zu können: „Ah, darauf wurde also angespielt."

3. Sind alle Schauplätze in Mord an der Alster real?

 

Ich habe mich bemüht, dem Flair und der Realität meiner Heimatstadt gerecht zu werden. Deswegen war es mir sehr wichtig, das Buch realistisch zu gestalten. Natürlich sind diesem Realismus immer Grenzen gesetzt und ich bin nicht umhingekommen, fiktive Häuser in reale Straßen zu verpflanzen – bildlich gesprochen –, alleine schon deswegen, weil ich niemandem einen geschriebenen Mord ins echte Haus wünschen möchte.

 

Allerdings gibt es gerade, was die Schauplätze angeht, große Unterschiede zwischen den beiden bisherigen Teilen meiner Krimi-Reihe: In Der letzte Schwan habe ich versucht, meine Stadt in einem bis dato unbekannten Licht zu präsentieren und Plätze zu zeigen, die der Öffentlichkeit unbekannt oder sogar unzugänglich sind: Ein verschütteter U-Bahnhof direkt unter dem Zentrum Hamburgs, ein stillgelegter Bunker, geheime Schrebergartensiedlungen – all diese Schauplätze existieren tatsächlich, auch wenn ich mir hier und dort künstlerische Freiheiten gelassen habe.

 

In Mord an der Alster bin ich die ganze Sache anders angegangen. Nun wollte ich Plätze zeigen, die jeder Besucher der Stadt problemlos besichtigen kann: Öffentliche, imposante Orte, denen zuweilen aber trotzdem das eine oder andere Geheimnis entlockt wird. Das Location-Konzept dieses Buches war also Folgendes: Sie können an einem Tag alle Schauplätze abfahren, meine Restauranttipps überprüfen und jede Szene nachvollziehen. Für dieses Buch habe ich zwar keine stundenlange Archivrecherche und Telefonate mehr getätigt, aber dafür die Orte selbst besichtigt, mich dort hingesetzt und geschrieben. Ich bin meistens so lange geblieben, bis ich die jeweilige Szene beendet hatte (oder im Falle eines Restaurants rausgeworfen wurde). Diese Tatsache hat die Atmosphäre deutlich dichter und die Schauplätze „erfühlbarer“ gemacht.